Deutsches Rotes Kreuz Ortsverein Gerlingen

Herzlich Willkommen beim Deutschen Roten Kreuz Ortsverein Gerlingen

Wir begrüßen Sie auf den Seiten des Deutschen Roten Kreuz Ortsverein Gerlingen. Seit der Gründung des Ortsvereins im Jahre 1933, also seit über 85 Jahren, sind wir in den verschiedensten Bereichen tätig.
Wir übernehmen Sanitätsdienste auf Veranstaltungen, unterhalten eine vielfältige Jugendarbeit, führen Blutspendeaktionen durch, sind im Bevölkerungsschutz im Landkreis Ludwigsburg tätig, betreiben und unterhalten eine Kleiderkammmer, haben mehrere seit langem etablierte Tanz- und Bewegungsgruppen.

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Aktuelles

02.12.2018 | DRK Ortsverein Gerlingen jetzt auch auf facebook


Ab sofort finden Sie Informationen und Kurzbereichte auf unserer neuen facebook Seite. Unter https://www.facebook.com/DRKGerlingen/ können Sie sie direkt erreichen. Über die Buttons können Sie direkt unsere Seite weiterempfehlen oder gleich ein Gefällt mir hinterlassen. Wir freuen uns über jedes Like und jede Weiterempfehlung!


15.11.2018 | Die Rotkreuzdose: kleine Dose, große Hilfe.


Wenn der Rettungsdienst kommt, stellt er viele, oft lebenswichtige Fragen - aber was, wenn man diese Fragen selbst gar nicht mehr beantworten kann? Wenn in dem Moment keine Angehörigen vor Ort sind, kann es kritisch werden. Abhilfe soll hier die Rotkreuzdose schaffen, die alle lebenswichtigen Informationen für Notlagen bereithält.

Die Idee zur Rotkreuzdose stammt ursprünglich aus Großbritannien und wird dort tausendfach eingesetzt. Für die Idee gibt es bereits viele Namen, doch der Grundgedanke ist immer derselbe: Unkompliziert sollen die Helfer in Notsituationen auf lebenswichtige Informationen zugreifen können. Das Gerlinger Rote Kreuz hat den Ansatz als erster DRK Ortsverein im Landkreis Ludwigsburg aufgegriffen und die Rotkreuzdose im November 2018 gemeinsam mit der Stadtverwaltung Gerlingen eingeführt um die Bürgerinnen und Bürger in der Notfallvorsorge zu unterstützen.

Denn mit einer Rotkreuzdose kann man sich auf Notfälle gezielt vorbereiten. Man hinterlegt schon im Vorfeld auf einem Datenblatt seine Gesundheitsdaten und Medikamentenpläne, notiert auch Kontaktdaten von Hausarzt oder Pflegedienst. Hinweise zu einer Patientenverfügung oder Notfallkontakte sollen ebenfalls eingetragen werden. Dass es eine solche Rotkreuzdose gibt, das kann man den Helfern signalisieren, indem man Hinweisaufkleber an der Wohnungstür sowie am Kühlschrank anbringt. Denn der Kühlschrank ist der Aufbewahrungsort für die Dose - er ist in nahezu jeder Wohneinheit problemlos und sekundenschnell zu finden.

Für den Projektstart auf der gemeinsamen Pressekonferenz am 8. November im Gerlinger Rathaus, stellt der DRK- Ortsverband und die Stadtverwaltung 500 Rotkreuzdosen kostenfrei zur Verfügung. Die Mittel für die Beschaffung kommen je zur Hälfte von der Gerlinger Bürgerstiftung und dem DRK.

Man bekommt die Dose inklusive Datenblatt sowie zwei Aufkleber im Gerlinger Rathaus oder beim DRK Gerlingen (für Kontakt hier klicken).








Fragen & Antworten zur Rotkreuzdose



Für wen ist eine Rotkreuzdose gedacht?

Generell für jeden, der regelmäßig Medikamente einnehmen muss, Vorerkrankungen hat, alleine lebt oder keine direkten Angehörigen in der näheren Umgebung hat. In Notsituationen ist man unter Umständen nicht mehr selbst in der Lage, dem Rettungsdienst wichtige Informationen mitzuteilen. Vielleicht wurden auch Angehörige im Vorfeld nicht umfassend informiert. In solchen Momenten kann die Rotkreuzdose sinnvolle Unterstützung geben.

Ich möchte eine Rotkreuzdose

Rotkreuzdosen erhalten Sie im Rathaus oder beim DRK Gerlingen.

Was gehört in die Dose?

In jeder Rotkreuzdose liegt ein Datenblatt, in dem wichtigste Eckdaten über diese Person festgehalten werden können. Auch weiterführende Informationen wie Medikamentenpläne finden Platz in der Rotkreuzdose.

Wo wird die Rotkreuzdose aufbewahrt?

Die Rotkreuzdose gehört in den Kühlschrank. Denn dieser wird von Rettungskräften immer schnell gefunden - er steht in fast allen Haushalten in der Küche.

Wofür sind die Aufkleber gedacht?

In jeder Rotkreuzdose liegen zwei kleine Hinweisaufkleber. Einer gehört auf die Innenseite der Haus- oder Wohnungstür, der andere wird auf der Außenseite der Kühlschranktür platziert. Die Aufkleber sind auf wiederablösbarem Material gedruckt und sollten keine Rückstände hinterlassen.

Wie viele Dosen braucht ein Haushalt?

Generell sollte jeder Bewohner des Haushaltes seine eigene Dose haben. Auf diese Weise entsteht für die Rettungskräfte keine Verwirrung, und sie müssen sich nicht darum kümmern, Medikamentenpläne oder sonstige Dokumente jemandem zuzuordnen. Noch sicherer wird die Zuordnung, wenn man ein Foto des jeweiligen Besitzers auf das Datenblatt klebt.

Wo erhalte ich weitere Datenblätter, Faltblätter und Aufkleber?

Datenblätter und Faltblätter können Sie hier auf www.rotkreuzdose.de herunterladen.

Wer haftet, wenn die Informationen nicht aktuell sind?

Grundsätzlich ist jeder Besitzer einer Rotkreuzdose selbst dafür verantwortlich, dass die hinterlegten Informationen aktuell und vollständig sind. Ebenso kann von niemandem eine Garantie dafür übernommen werden, dass die Rettungskräfte auf die Daten in der Dose zurückgreifen. Eine "Ausschlussklausel" ist auf dem Faltblatt wie auch auf dem Datenblatt vermerkt.

Ist die Rotkreuzdose wasserdicht?

Nein. Die Dose soll lediglich im Kühlschrank aufbewahrt werden, um gut auffindbar zu sein. Solange sie fest verschlossen ist, sind die Dokumente darin ausreichend geschützt.

Das perfekte Geschenk

Die Rotkreuzdose eignet sich hervorragend, um sie zu Feier- und Festtagen oder Geburtstagen zu verschenken. Man kann sie auch als Mitbringsel zum Kaffeenachmittag oder als Kundenpräsent nutzen. So breit wie die Zielgruppe, so vielfältig sind die Einsatzmöglichkeiten.


26.01.2018 | Helfer vor Ort bekommen eigenes Einsatzfahrzeug

Fünf Einsatzkräfte des DRK Gerlingen unterstützen den Rettungsdienst


Im Juli vergangenen Jahres haben die Helfer vor Ort des DRK Gerlingen ihren Dienst aufgenommen. "In den ersten Wochen und Monaten waren sie mit ihren Privatfahrzeugen unterwegs", erklärt der Vorsitzende des DRK Gerlingen, Thilo Lang. Seit Dezember steht für die fünf Helfer - Mona Maier, Jürgen Groß, Alexander Killer sowie Sabine und Stefan Schilke - ein Dienstfahrzeug zur Verfügung - ein BMW. "Das Fahrzeug steht immer bei demjenigen vor der Tür, der gerade Dienst hat", so Lang weiter. Die Einteilung der Dienste würden die Helfer selbst wochenweise vornehmen.

Die Helfer vor Ort haben alle eine Zusatzausbildung gemacht, um für die Aufgaben, die bei den Einsätzen auf sie zukommen können, vorbereitet zu sein. "Wir haben die verschiedensten Dinge mit realistischen Unfalldarstellungen geübt", erklärt Stefan Schilke. Zu den Trainingseinheiten, die mehrere Abende umfassten, habe natürlich auch eine theoretische Ausbildung gehört. Die bisherigen Einsätze seit Juli vergangenen Jahres zeigen, dass die Helfer vor Ort bei ihren Einsätzen mit den verschiedensten Situationen konfrontiert werden. Vom Sportunfall über den chirurgischen Notfall, von einen Sturz über den kardiologischen Notfall, akute Atemnot bis zum Krampfanfall, Kreislaufstillstand, Herzinfarkt oder Schlaganfall reichte die Bandbreite. Sogar ein Suizidversuch ist in der Statistik der Einsatzgründe vermerkt.

Die meisten Einsätze hatten die Helfer vor Ort bisher im Oktober vergangenen Jahres. Haupteinsatztage sind laut Statistik Montag und Freitag. Sehr viele Einsätze sind dabei in der Zeit von 17 bis 22 Uhr und von 12 bis 17 Uhr. Alarmiert wurden die Helfer in den 157 Tagen von Juli bis Dezember zu insgesamt 70 Einsätzen. "Zuständig für die Alarmierung der Helfer vor Ort ist die Rettungsleitstelle Ludwigsburg", erklärt Lang. "Sie ist unter der europaweit gültigen Notrufnummer 112 zu erreichen." Erreicht die Rettungsleitstelle ein Notruf aus Gerlingen, liegt es im Ermessen des Disponenten zusätzlich zum Notarzt und Rettungswagen auch die Helfer vor Ort einzusetzen. Die Alarmierung erfolgt per Kurzmitteilung mit allen wichtigen Informationen auf den Alarmmelder des im Dienst befindlichen Helfers. An der Einsatzstelle leistet der Helfer vor Ort die erste notwendige Hilfe, leitet weiterführende Maßnahmen ein, gibt bei Bedarf eine Rückmeldung an die Leitstellt und arbeitet beim Eintreffen von Rettungswagen und Notarzt mit diesen zusammen.

"Die Helfer vor Ort werden nicht alarmiert, wenn das Notfallkriterium nicht den vordefinierten Kriterien entspricht oder wenn der Rettungsdienst schneller am Einsatzort sein kann", erläutert Lang. "Das Helfer vor Ort System unterstützt den Rettungsdienst ehrenamtlich und ist auch weiterhin nicht bei jedem Einsatz verfügbar", hält der Vorsitzende des Ortsvereins deutlich fest. Die Einhaltung der gesetzlichen Hilfsfristen bleibe in der Verantwortung des jeweiligen Rettungsdienstes. Die für Gerlingen zuständigen Rettungswachen liegen übrigens in Ditzingen, Leonberg, Ludwigsburg und Stuttgart-Zuffenhausen.

Dieser ehrenamtliche Einsatz der Helfer vor Ort sei nicht selbstverständlich, hielt Bürgermeister Georg Brenner bei der Fahrzeugübergabe beim Autohaus Müller fest. "Die Helfer vor Ort bieten der Gerlinger Bevölkerung zusätzlichen Schutz", so das Stadtoberhaupt. Die Helfer wüssten bei einer Alarmierung nie, was auf sie zukommt, betonte Brenner. Sie könnten jederzeit mit für den Patienten lebensbedrohlichen Situationen konfrontiert werden. Dass die fünf Helfer des Gerlinger DRK die Zusatzausbildung zum Helfer vor Ort gemacht haben, sei besonders lobens- und dankenswert. Mit dem neuen Einsatzfahrzeug seien die Helfer nun noch schneller vor Ort.

Dank dem neuen Einsatzfahrzeug, das auch mit Sonderzeichen ausgestattet ist, sei über den Behördenpool mit einem entsprechenden Rabatt eingekauft worden, erklärt Lang. Das Fahrzeug habe letztlich 35.000 Euro gekostet. Für die nötige Ausrüstung kamen weitere 5.000 Euro hinzu. "Von der Stadt Gerlingen haben wir zum Kauf des Fahrzeugs einen Zuschuss von 10 Prozent bekommen", so der DRK-Vorsitzende weiter.

Große Unterstützung erhält das DRK Gerlingen auch vom Autohaus Müller. "Wir übernehmen die Serviceleistungen für das Fahrzeug kostenlos, damit der Ortsverein dadurch finanziell nicht belastet wird", erklärt Markus Müller. Wie schon zuvor Bürgermeister Brenner wünschte Müller den Helfern alles Gute und möglichst wenige Einsätze mit dem neuen Fahrzeug.

Text/Foto: Tommasi