Deutsches Rotes Kreuz Ortsverein Gerlingen

Herzlich Willkommen beim Deutschen Roten Kreuz Ortsverein Gerlingen

Wir begrüßen Sie auf den Seiten des Deutschen Roten Kreuz Ortsverein Gerlingen. Seit der Gründung des Ortsvereins im Jahre 1933, also seit über 85 Jahren, sind wir in den verschiedensten Bereichen tätig.
Wir übernehmen Sanitätsdienste auf Veranstaltungen, unterhalten eine vielfältige Jugendarbeit, führen Blutspendeaktionen durch, sind im Bevölkerungsschutz im Landkreis Ludwigsburg tätig, betreiben und unterhalten eine Kleiderkammmer, haben mehrere seit langem etablierte Tanz- und Bewegungsgruppen.

Informieren Sie sich auf unseren Seiten über uns und unsere Aufgaben. Scheuen Sie sich nicht uns anzusprechen wenn Sie nähere Informationen zu einem Thema erhalten möchten. Sie finden die Ansprechpartner für Ihre Anliegen unter der Rubrik Kontakt.

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Aktuelles

15.11.2018 | Die Rotkreuzdose: kleine Dose, große Hilfe.


Wenn der Rettungsdienst kommt, stellt er viele, oft lebenswichtige Fragen - aber was, wenn man diese Fragen selbst gar nicht mehr beantworten kann? Wenn in dem Moment keine Angehörigen vor Ort sind, kann es kritisch werden. Abhilfe soll hier die Rotkreuzdose schaffen, die alle lebenswichtigen Informationen für Notlagen bereithält.

Die Idee zur Rotkreuzdose stammt ursprünglich aus Großbritannien und wird dort tausendfach eingesetzt. Für die Idee gibt es bereits viele Namen, doch der Grundgedanke ist immer derselbe: Unkompliziert sollen die Helfer in Notsituationen auf lebenswichtige Informationen zugreifen können. Das Gerlinger Rote Kreuz hat den Ansatz als erster DRK Ortsverein im Landkreis Ludwigsburg aufgegriffen und die Rotkreuzdose im November 2018 gemeinsam mit der Stadtverwaltung Gerlingen eingeführt um die Bürgerinnen und Bürger in der Notfallvorsorge zu unterstützen.

Denn mit einer Rotkreuzdose kann man sich auf Notfälle gezielt vorbereiten. Man hinterlegt schon im Vorfeld auf einem Datenblatt seine Gesundheitsdaten und Medikamentenpläne, notiert auch Kontaktdaten von Hausarzt oder Pflegedienst. Hinweise zu einer Patientenverfügung oder Notfallkontakte sollen ebenfalls eingetragen werden. Dass es eine solche Rotkreuzdose gibt, das kann man den Helfern signalisieren, indem man Hinweisaufkleber an der Wohnungstür sowie am Kühlschrank anbringt. Denn der Kühlschrank ist der Aufbewahrungsort für die Dose - er ist in nahezu jeder Wohneinheit problemlos und sekundenschnell zu finden.

Für den Projektstart auf der gemeinsamen Pressekonferenz am 8. November im Gerlinger Rathaus, stellt der DRK- Ortsverband und die Stadtverwaltung 500 Rotkreuzdosen kostenfrei zur Verfügung. Die Mittel für die Beschaffung kommen je zur Hälfte von der Gerlinger Bürgerstiftung und dem DRK.

Man bekommt die Dose inklusive Datenblatt sowie zwei Aufkleber im Gerlinger Rathaus oder beim DRK Gerlingen (für Kontakt hier klicken).








Fragen & Antworten zur Rotkreuzdose



Für wen ist eine Rotkreuzdose gedacht?

Generell für jeden, der regelmäßig Medikamente einnehmen muss, Vorerkrankungen hat, alleine lebt oder keine direkten Angehörigen in der näheren Umgebung hat. In Notsituationen ist man unter Umständen nicht mehr selbst in der Lage, dem Rettungsdienst wichtige Informationen mitzuteilen. Vielleicht wurden auch Angehörige im Vorfeld nicht umfassend informiert. In solchen Momenten kann die Rotkreuzdose sinnvolle Unterstützung geben.

Ich möchte eine Rotkreuzdose

Rotkreuzdosen erhalten Sie im Rathaus oder beim DRK Gerlingen.

Was gehört in die Dose?

In jeder Rotkreuzdose liegt ein Datenblatt, in dem wichtigste Eckdaten über diese Person festgehalten werden können. Auch weiterführende Informationen wie Medikamentenpläne finden Platz in der Rotkreuzdose.

Wo wird die Rotkreuzdose aufbewahrt?

Die Rotkreuzdose gehört in den Kühlschrank. Denn dieser wird von Rettungskräften immer schnell gefunden - er steht in fast allen Haushalten in der Küche.

Wofür sind die Aufkleber gedacht?

In jeder Rotkreuzdose liegen zwei kleine Hinweisaufkleber. Einer gehört auf die Innenseite der Haus- oder Wohnungstür, der andere wird auf der Außenseite der Kühlschranktür platziert. Die Aufkleber sind auf wiederablösbarem Material gedruckt und sollten keine Rückstände hinterlassen.

Wie viele Dosen braucht ein Haushalt?

Generell sollte jeder Bewohner des Haushaltes seine eigene Dose haben. Auf diese Weise entsteht für die Rettungskräfte keine Verwirrung, und sie müssen sich nicht darum kümmern, Medikamentenpläne oder sonstige Dokumente jemandem zuzuordnen. Noch sicherer wird die Zuordnung, wenn man ein Foto des jeweiligen Besitzers auf das Datenblatt klebt.

Wo erhalte ich weitere Datenblätter, Faltblätter und Aufkleber?

Datenblätter und Faltblätter können Sie hier auf www.rotkreuzdose.de herunterladen.

Wer haftet, wenn die Informationen nicht aktuell sind?

Grundsätzlich ist jeder Besitzer einer Rotkreuzdose selbst dafür verantwortlich, dass die hinterlegten Informationen aktuell und vollständig sind. Ebenso kann von niemandem eine Garantie dafür übernommen werden, dass die Rettungskräfte auf die Daten in der Dose zurückgreifen. Eine "Ausschlussklausel" ist auf dem Faltblatt wie auch auf dem Datenblatt vermerkt.

Ist die Rotkreuzdose wasserdicht?

Nein. Die Dose soll lediglich im Kühlschrank aufbewahrt werden, um gut auffindbar zu sein. Solange sie fest verschlossen ist, sind die Dokumente darin ausreichend geschützt.

Das perfekte Geschenk

Die Rotkreuzdose eignet sich hervorragend, um sie zu Feier- und Festtagen oder Geburtstagen zu verschenken. Man kann sie auch als Mitbringsel zum Kaffeenachmittag oder als Kundenpräsent nutzen. So breit wie die Zielgruppe, so vielfältig sind die Einsatzmöglichkeiten.


03.10.2018 | Erste Hilfe Grundausbildung am 03.11.2018


Erste Hilfe Grundkurs Samstag, 03.11.2018 ab 09:00 Uhr, Ende ca. 16:00 Uhr in unserem Dienstraum in der Ditzinger Straße 1. (1. Stock)

Zielgruppe: Menschen, die in der Freizeit in Notfallsituationen sicher Erste Hilfe leisten wollen. Ferner ist die Ausbildung Voraussetzung für die Führerscheinbewerber der Klasse: A, A1, B, BE, L und T, D1E, D1, DE, C1E, C1 und C.

Die Erste-Hilfe-Ausbildung wendet sich grundsätzlich an alle Interessierten, da keinerlei Voraussetzungen erforderlich sind. Im Besonderen ist der Kurs gut für Führerscheinbewerber aller Klassen geeignet. Das DRK hat für die Rotkreuzkurse komplett neue didaktische Unterrichtskonzepte entwickelt, damit den Ersthelfern Handlungskompetenz und Sicherheit vermittelt wird
  • Absichern von Unfallstellen
  • Auffinden einer Person
  • Kontrolle der lebenswichtigen Funktionen
  • Umgang mit Störungen der lebenswichtigen Funktionen
  • Herz-Lungen-Wiederbelebung
Teilnahmegebühr 40,-€

Anmeldung unter ausbildung@drk-gerlingen.de

15.09.2018 | Straßenfestrückblick 2018


Wir danken allen Gästen für Ihren Besuch bei unserer neugegründetem Partnerschaft mit dem Ski-Club Gerlingen. Das ganze Wochenende war bei sommerlichen Temperaturen unser gemeinsamer Stand toll besucht. Die kühlen Getränke und das leckere Essenangebot kamen gut an.
Ein großes Dankeschön geht an alle fleißigen Helfer-innen.
Wir freuen uns schon auf nächstes Jahr zum 40-jährigen Straßenfest Jubiläum!


25.07.2018 | Gymnastik im Freien


Allen, die sich gerne in frischer Luft bewegen, bietet der DRK Ortsverein Gerlingen eine kostenlose Mittwoch´s Veranstaltungsreihe ab dem 25. Juli bis 05. September 2018 auf der Wiese neben der Brückentorhalle an.

7 x Gymnastikstunden jeden Mittwoch unter der Leitung einer ausgebildeten Übungsleiterin von 19.00 bis 20.00 Uhr.

Wir freuen uns auf Sie!!


29.06.2018 | Ehrung bei der DRK- Kreisversammlung 2018


Bei der DRK-Kreisversammlung am 29. Juni 2018 in Kirchheim a.N., wurde unser langjähriges Vorstandsmitglied Sabine Schilke mit der höchsten Auszeichnung des DRK Kreisverbandes Ludwigsburg geehrt. Der DRK-Kreisvorsitzende Herr Walter Adler, nahm die Ehrungen vor und wir geben die gehaltene Laudatio wieder.


Sie kann auf eine lange Liste von Aus- und Fortbildungen zurückblicken, sie ist seit mehr als 40 Jahren Mitglied im DRK. Seit ihrer Zeit im Jugendrotkreuz darf man sie wohl im positivsten Sinne als in der Wolle gefärbten Rotkreuzlerin bezeichnen. Dass der Ortsverein Gerlingen heute in jeder Beziehung gut aufgestellt ist, ist auch mit ein Teil des Verdienstes von Sabine Schilke. In ihren Funktionen als Bereitschaftsleiterin, Schriftführerin, Leiterin der Sozialarbeit und Schatzmeisterin in ihrem Ortsverein hat sie großartiges geleistet. Seit 2016 ist Sie weiterhin Leiterin des amtlichen Kreisauskunftsbüros im Kreisverband, auch in dieser Funktion arbeitet sie mit vollem Eifer.

Liebe Sabine, der Ortsverein und der Kreisverband bedanken sich bei Dir mit der Rotkreuz-Medaille in Gold und wünschen Dir weiterhin alles Gute und weiterhin eine glückliche Hand.








08.05.2018 | Hauptversammlung des DRK wählt Vorstand für weitere vier Jahre


Bei der Jahreshauptversammlung des DRK-Gerlingen standen neben den Berichten auch Neuwahlen auf der Tagesordnung. Darüber hinaus gab es auch wieder einige Ehrungen. Unter anderem wurde Sigrun Hauff für 60 Jahre Mitgliedschaft im DRK ausgezeichnet. Vorstand Thilo Lang wurde eine ganz besondere Ehrung zuteil.


"Der Weltrotkreuztag ist ein offizieller internationaler Gedenk- und Feiertag. Er wird jährlich von nahezu 200 Ländern der Welt am 8. Mai begangen". Mit diesen Worten eröffnete der erste Vorsitzende des DRK Gerlingen, Thilo Lang die diesjährige Hauptversammlung am Weltrotkreuztag. Unter den Besuchern weilten neben den aktiven und passiven Mitgliedern des Ortsvereins auch Bürgermeister Georg Brenner, zahlreiche Vertreter des Gemeinderates, Stefan Fritzsche, Leiter des Amtes für Jugend, Familie und Senioren, sowie Vertreter der Polizei, der Feuerwehr und des DRK Kreisverbands.

Eingangs seines Vorstandsberichtes hielt Lang weiter fest, dass die Ursprünge des Rotkreuztages im Jahr 1922 liegen. Damals rief die tschechoslowakische Rotkreuz-Gesellschaft in Zeiten innenpolitischer Konflikte eine dreitägige Waffenruhe aus. Daraus sei die Idee entstanden, jedes Jahr einen Tag des Friedens zu begehen, der anfangs "Rotkreuz-Frieden" genannt wurde. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Idee 1948 wieder aufgenommen und am Geburtstag von Rot Kreuz-Begründer Henry Dunant, dem 8. Mai, als "Internationaler Tag des Roten Kreuzes" begannen. Ein paar Jahre später wurde daraus der Weltrotkreuztag. Aus der Idee von Dunant sei eine der weltweit größten Hilfsorganisationen geworden, die überall dort Hilfe und Hoffnung bringt, wo sie benötigt wird, so Lang weiter. "Zum Glück dürfen wir seit Ende des Zweiten Weltkriegs friedliche Zeiten erleben." Allerdings zeige das Leid von vielen alten und kranken Menschen, die Suche nach Hilfe aufgrund von Unglücksfällen oder Katastrophen, die Sorge der Menschen, die bei uns Heimat suchen oder um das Nötigste zum Leben bangen müssen auf, dass die Not noch immer nicht ausgestorben ist. "Rettungsdienst, Bevölkerungsschutz und vielfältige Angebote der Jugend- und Sozialarbeit sind unsere heutigen Antworten auf diese Herausforderungen", hält der Vorsitzende fest.

Viele dieser genannten Aufgaben, würden den Einsatz hauptamtlicher Kräfte verlangen. Das Herzstück der Rot Kreuz-Arbeit sei aber nach wie vor das Ehrenamt. "Immer wenn Helfer ehrenamtlich in Zusammenarbeit mit den Hauptamtlichen erfolgreich agieren, wird an einer menschlicheren Welt gebaut." Offenheit von Mensch zu Mensch, Bereitschaft anzupacken und zu handeln, das gelte es auch in Gerlingen weiterhin zu erhalten.

Von den Mitgliedern des DRK Ortsvereins seien im vergangenen Jahr 9.472 freiwillige Stunden abgeleistet worden. Mit 92 Aktiven aus den Fachbereichen Sanitätsbereitschaft, Arbeitskreis und Sozialarbeit, 37 Jugendrotkreuzmitgliedern und über 1.250 passiven Mitgliedern sowie sechs teilzeitbeschäftigten Damen sei der Ortsverein einer der größten im Landkreis Ludwigsburg. In seiner 85-jährigen Geschichte habe der Ortsverein viele Veränderungen in der Gesellschaft, im Freizeitverhalten, aber auch in Technik und Forschung miterlebt. Im vergangenen Jahr sei im Ortsverein das "Helfer vor Ort"-System neu eingeführt worden, für das Bürgermeister Brenner die Schirmherrschaft übernommen habe. 70 Einsätze von Mitte Juli bis Ende Dezember zeigen, dass der Bedarf dafür in Gerlingen vorhanden ist. Die Bandbreite der Hilfeleistungen reichte dabei vom Sturz oder dem Auffinden einer bewusstlosen oder gar toten Person bis zum Herzinfarkt. Für die Helfer vor Ort sei Anfang diesen Jahres ein neues Einsatzfahrzeug angeschafft worden. "Wir danken dem Gemeinderat und der Stadtverwaltung für die finanzielle Unterstützung sowie dem Autohaus Müller", so Lang.

Weitere Themen, die der Vorsitzende in seinem Bericht anschnitt, war das Projekt Sport im Freien, die Gründung einer weiteren Gymnastikgruppe, die Heranführung an die Erste Hilfe in einigen Kindergärten, das Projekt Juniorhelfer an der Breitwiesenschule, an dem inzwischen über 40 Grundschüler teilnehmen oder die Sanitätsgruppen an der Realschule und am Robert-Bosch-Gymnasium. Mit der Sanitätskraft Sabrina Junge könne der Schulsanitätsdienst am Gymnasium nun weiter ausgebaut werden. Lang berichtete weiter, dass im vergangenen Jahr elf Erste-Hilfe-Kurse für städtische- und kirchliche Erzieherinnen, für die Freiwillige Feuerwehr Gerlingen und die Werksfeuerwehr Bosch sowie für Firmen und die Bevölkerung abgehalten wurden. In den Berichten aus den Fachbereichen werde man mehr über die Aktivitäten im Ortsverein hören.

Seinen Bericht schloss Lang verbunden mit dem Dank an die gesamte Stadtverwaltung und den Gemeinderat für das stets vertrauenswürdige Miteinander und die Unterstützung. "Lassen Sie es uns gemeinsam angehen, damit eine neue Heimat für Ihr Gerlinger Rotkreuz entsteht." Sein Dank galt auch der Feuerwehr sowie der Polizei für die gute Zusammenarbeit und allen Förderern, Mitgliedern und Aktiven des Roten Kreuzes für ihren?Einsatz und die Unterstützung der Arbeit.

Die stellvertretende Bereitschaftsleiterin Christiane Bayerlein ging eingangs ihres Berichtes ebenfalls auf das neue Helfer vor Ort-System ein. "Wir konnten uns, nachdem alle fünf Helfer die Ausbildung im Juni erfolgreich abgeschlossen hatten, am 28. Juli dienstbereit melden", so Bayerlein. Schon Tags darauf seien die Helfer vor Ort zum ersten Mal alarmiert worden. Anfänglich seien die Einsätze noch in privaten Pkws gefahren worden. In 65 Prozent der Fälle seien die Helfer noch vor dem mitalarmierten Rettungswagen vor Ort gewesen. Das neue Dienstfahrzeug habe zu einer deutlichen Verbesserung der Eintreffzeiten geführt. Bei den Alarmierungszeitpunkten gebe es keine Schwerpunkte. Allerdings könne man eine Konzentration auf die Tagesstunden erkennen. Die Alarmierungsgründe seien vielfältig. Kollabierte und bewusstlose Personen gefolgt von Stürzen seien die häufigsten Alarmierungsgründe gewesen. "Nach den ersten Monaten haben wir festgestellt, dass zumeist das zügige Eintreffen des Helfers vor Ort, dem Anrufer bereits eine große Hilfe ist." Bayerlein berichtete weiter, dass die Bereitschaft im vergangenen Jahr 30 Dienst- und Ausbildungsabende durchgeführt hat. Ferner wurden 25 Veranstaltungen sanitätsdienstlich betreut, in deren Rahmen die Bereitschaft 112 mal Personen eine Hilfeleistung angedeihen ließ. Zehn Personen mussten ins Krankenhaus eingewiesen werden. Zu den genannten Veranstaltungen zählten zum Beispiel der Faschingsumzug, der Solitudelauf oder das Straßenfest sowie Veranstaltungen von Vereinen Kirchen und Institutionen. Ferner sei die Bereitschaft zu drei Brandeinsätzen in Gerlingen und einem Einsatz im Engelbergtunnel alarmiert worden. Letzterer habe sich glücklicherweise als Fehlalarm herausgestellt.

Bayerlein berichtete weiter, dass im vergangenen Jahr einige Mitglieder beim Kreisverband ihre Grundausbildung absolviert haben. Minzhi Zhou, Jan Tausk und Marvin Klein absolvierten die Fachausbildung Sanitätsdienst und Mona Maier den Lehrgang zum Sprechfunker. Abschließend bedankte sich auch die stellvertretende Bereitschaftsleiterin bei allen Kameradinnen und Kameraden für ihren Einsatz und bei der Feuerwehr, der Polizei sowie der Stadt für die stets gute Zusammenarbeit.

Jugendleiter Daniel Lemke konnte wieder von einem erfolgreichen Jahr berichten. Auf dem Dienstplan standen neben der Ausbildung gemeinsame Aktivitäten wie die Halloweenfilmnacht oder auch die Mithilfe beim Maislabyrinth, beim Straßenfest oder bei den beiden Blutspendeterminen. Die erfolgreiche Teilnahme am Nachtorientierungslauf, der unter dem Motto "Rettet den Gummibärensatt" stand, ließ Lemke natürlich auch nicht unerwähnt. Man habe sich riesig gefreut, als man nach 18 Kilometern und zahlreichen zu absolvierenden Aufgaben den zweiten Platz belegt habe. Insgesamt habe das JRK im vergangenen Jahr 1.083 Stunden bei Gruppenabenden und Veranstaltungen absolviert.

Den Bericht der Wohlfahrts- und Sozialarbeit übernahm ein diesem Jahr erstmals die stellvertretende Leiterin dieses Fachbereiches, Ursel Roth. Eingangs ihres Berichtes hielt Roth fest, dass die größte Herausforderung für die Zukunft - vor allem aufgrund des demografischen Wandels - der Ausbau der Dienstleistungen für ältere Menschen und ihre Angehörigen sei. Als Beispiele nannte sie Hausnotruf, Mobil-Ruf oder Menüservice. Die Gesundheitsprogramme wie Gymnastik, Yoga, Tanzen und Gedächtnistraining würden auf die Zielgruppe 50+ eingehen. In Gerlingen würden jede Woche 150 Menschen an den Angeboten teilnehmen. Insgesamt habe es im vergangenen Jahr sieben Gymnastik- und zwei Tanzgruppen gegeben. Wie bereits erwähnt, sei in diesem Jahr eine weitere Gymnastikgruppe hinzugekommen. Das seit fünf Jahren laufende Projekt "Sport im Freien" erfreue sich weiterhin steigender Teilnehmerzahlen. Im vergangenen Jahr konnte mit 70 Teilnehmern erneut ein Rekord verzeichnet werden.

Ein weiteres Thema, das Roth ansprach, war die interkulturelle Öffnung. "Menschen, die auf der Flucht waren und viele Dinge erlebt haben, sollten in diesem Land, wo sie Schutz finden, als Mensch respektiert und wertgeschätzt werden." Hier gelte es quer zu denken und sich auf das zu besinnen, wofür das DRK steht. "Mit unseren finanziellen- und materiellen Hilfen und vor allem unseren Patenschaften für Flüchtlingsfamilien leis­ten wir ebenfalls ehrenamtlich und vor allem leise, einen Beitrag zur erfolgreichen Gerlinger Flüchtlingsarbeit", so Roth. Auch bei der Patenschaft für die siebenjährige Yvette aus Benin laufe alles prima. Das "Rot Kreuz Café" im Breitwiesenhaus habe auch im vergangenen Jahr an 51 Samstagen seine Türen geöffnet. Über 850 Personen seien an den Öffnungstagen vom Rotkreuz-Café-Team bewirtet worden. Die Kleiderkammer, die es nun schon im 22. Jahr gebe, habe im vergangenen Jahr erstmals ein Defizit erwirtschaftet. Das liege keineswegs an den sechs ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen der Kleiderkammer, sondern einzig und allein an den Verkaufszahlen, bei denen ein Rückgang von 3.000 Kleidungsstücken verkraftet werden musste. Man werde sich die Zahlen auch dieses Jahr genau anschauen und sich Gedanken über Aktivitäten oder eine andere Form der Warenpräsentation machen. "Nach wie vor ist die Kleiderkammer ein wichtiger und immer notwendigerer sozialer Bestandteil in Gerlingen und Umgebung."

Im März diesen Jahres hätten Mitarbeiter der Kleiderkammer in einer spontanen Aktion Flüchtlingen aus Kornwestheim geholfen, deren Unterkunft abgebrannt war. Die Menschen seien nur im Schlafanzug auf der Straße gestanden. "Auch so etwas leisten die Mitarbeiter der Kleiderkammer", unterstrich Lang die Aussage von Roth mit einem eindrucksvollen Beispiel. Vieles in der Sozialarbeit geschehe im Verborgenen - meist aus datenschutzrechtlichen, aber auch aus privaten Gründen. Im letzten Jahr habe das DRK Gerlingen unter anderem die therapeutische Behandlung eines jungen Krebspatienten zur Verbesserung seiner Lebensqualität unterstützt.

Rechnungsführerin Sabine Schilke zeigte in ihrem Bericht anhand eines Diagramms auf, dass die höchsten Einnahmen des DRK Gerlingen aus den Mitgliedsbeiträgen stammen, gefolgt von den Spenden und den Einnahmen aus dem Sanitätsdienst und dem Materialverleih. Bei den Ausgaben war der Hauptposten im vergangenen Jahr die Anschaffung des neuen Dienstfahrzeugs für die "Helfer vor Ort". Insgesamt habe man im vergangenen Jahr deshalb mehr Geld ausgegeben als erwirtschaftet wurde. "Wir hoffen auf weitere Unterstützung und Spenden für das neue Dienstfahrzeug", so Schilke.

Bei der Kassenprüfung habe es keine Beanstandungen gegeben, hielt Revisor Peter Wilhelm fest. Einer Entlastung stehe nichts im Wege. Die einstimmig gewährte Entlastung beantragte Bürgermeister Georg Brenner. Eingangs seiner Grußworte überbrachte er den Dank der Verwaltung und der Gemeinderäte sowie der gesamten Gerlinger Bevölkerung. Die Berichte seien alle sehr beeindruckend gewesen. "Es ist schön, dass es so viele gibt, die freiwillig und ehrenamtlich aktiv sind, um Menschen in Not zu helfen und darüber hinaus auch viele Angebote für die Bürger auf die Beine stellen. "Was Sie da tun ist nicht selbstverständlich", betonte das Stadtoberhaupt. Das werde auch von den kommunalpolitisch Verantwortlichen so gesehen. Die Anwesenheit von vier Fraktionsvorsitzenden unterstreiche dies. "Wir unterstützen Ihre Arbeit gerne im monetären und im ideellen Bereich." Die räumliche Situation des DRK stehe auf der Agenda für die nächsten Jahre. Aktuell habe man aber große Projekte am Laufen, die Priorität haben. "Das Anliegen des Ortsvereins ist nicht aus dem Blick und auch nicht aus dem Sinn", so Brenner.

Als nächstes standen die Ehrungen auf dem Programm. Bürgermeister Brenner hatte hier eine erste Überraschung mitgebracht. Das Jugendrotkreuz (JRK) könne in diesem Jahr 50-jähriges Jubiläum feiern, so Brenner. Die Arbeit des JRK sei sehr wertvoll. Auch wenn nicht alle, die im JRK aktiv sind, dabei bleiben, so würden sie doch die Erfahrung mitnehmen, wie gewinnbringend und wertvoll die Arbeit im Team ist. Als Anerkennung für die Arbeit überreichte er Jugendleiter Lemke eine Spende über 250 Euro. Und das Stadtoberhaupt nahm gleich anschließend eine weitere Ehrung vor. Stefan Schilke wurde für 30 Jahre Mitgliedschaft im DRK Gerlingen mit der Ehrenmedaille der Stadt in Bronze ausgezeichnet. Nachdem Schilke 1988 beim DRK Mitglied geworden sei, habe er schnell Verantwortung zunächst als stellvertretender Jugendleiter später als Jugendleiter übernommen. In seiner Zeit als Jugendleiter habe die Wettbewerbsgruppe des JRK den Landesentscheid erreicht und eine hohe Auszeichnung bekommen. Schilke sei Gruppenführer im Katastrophenschutz, Helfer vor Ort und Materialverwalter. "Sie sind ein Vorbild für die Arbeit im DRK und dafür gebührt Ihnen großer Dank", so Brenner.

Dr. Achim Lacher, Justitiar des Kreisverbandes lobte in seinem kurzen Grußwort die Arbeit des Ortsverbandes. Gerlingen sei zwar nicht der älteste, aber einer der bedeutendsten Ortsverbände im Kreis. "Wir sind darauf angewiesen, dass auf der Ebene der Ortsverbände gute Arbeit geleistet wird", so Lacher. "Ich hoffe die Arbeit geht in den nächsten Jahren genau so weiter." Die weiteren Ehrungen übernahm Thilo Lang selbst. Kathrin Berger wurde für fünf Jahre Mitgliedschaft geehrt, Georg und Helga Nontas sowie Katrin Pillmann für 20 Jahre, Marco Bronner für 25 Jahre, Peter Wilhelm und Stefan Schilke für 30 Jahre, Sabine Schilke für 40 Jahre und Jürgen Groß sowie Roland Mailach für 45 Jahre. Eine besondere Ehrung wurde der Ehrenvorsitzenden Sigrun Hauff zuteil. Sie sei bereits 60 Jahre im DRK Gerlingen aktiv, so Lang. Sie sei schon Schriftführerin, Bereitschaftsleiterin und Vorsitzende im Ortsverband gewesen, habe im Kreisverband Ämter übernommen und sei auch im Gerlinger Gemeinderat aktiv gewesen. "Wir werden sicher noch einiges zusammen erleben", meinte Lang und erhielt dafür umgehend das Okay von Sigrun Hauff.

Einen besonderen Dank sprach Lang Helga und Ernst Frey aus. Die beiden seien zwar nicht Mitglied im DRK, aber immer da, wenn man sie braucht. Die Ehrenvorsitzende übernahm anschließend zusammen mit dem Ehrenvorsitzenden Günther Lang die Wahlen. "Wir Dinos im DRK haben die Berichte mit großem Interesse gehört", so Hauff. "Wir können stolz sein, dass wir solche Nachfolger haben."

Bei der Wahl wurde Thilo Lang dann einstimmig als erster Vorsitzender für weitere vier Jahre im Amt bestätigt. Ebenfalls einstimmig für weitere vier Jahre gewählt wurde Kassiererin Sabine Schilke. Als Revisoren gewählt wurden Peter Wilhelm und Falko Piest. Ein stellvertretender Vorsitzender konnte in der Versammlung leider nicht gewählt werden. Bürgermeister Brenner dankte den beiden?Ehrenvorsitzenden für die Durchführung der Wahl und beglückwünschte die Gewählten mit einem "machen Sie weiter so". Es sei schade, dass kein zweiter Vorsitzender gefunden werden konnte.

An der Stelle hielt Brenner noch eine weitere Überraschung parat. Der neu gewählte Vorsitzende, Thilo Lang sei nun schon 41 Jahre beim DRK. Mit 15 Jahren sei er im Ortsverband eingetreten und habe schon bald das Amt des Getränkewarts übernommen. Später wurde er Wirtschaftsführer, war viele Jahre Bereitschaftsleiter, von 1994 bis 2010 stellvertretender Vorsitzender und seit 2010 Vorsitzender und zudem seit vielen Jahren auch Vorsitzender des Fachbereichs Sozialarbeit. Darüber hinaus habe er sich auch im Landkreis eingesetzt und Verantwortung übernommen. Ferner unterstütze Lang die Arbeit der Kleiderkammer mit viel Herzblut und sei auch in der Flüchtlingsarbeit sehr aktiv. "Ihre Arbeit kann man nicht hoch genug schätzen", so Brenner. "Was Sie für das DRK leisten, ist umfassend." Für sein langjähriges Engagement erhielt Lang aus den Händen von Bürgermeister Brenner die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg.

Last but not least wies der Vorsitzende noch auf die nächsten anstehenden Termine hin. Dies sind der DRK-Ausflug am 21. Juli, das Straßenfest am 8. und 9. September, und der zweite Blutspendetermin der voraussichtlich im Dezember stattfinden wird.

Text/Fotos: Tommasi







04.05.2018 | DRK Gerlingen mit der 113. Blutspende in der Stadthalle


Über 26.200 Konserven in 58 Jahren


Es ist eine Erfolgsbilanz, auf die das DRK Gerlingen mit Stolz zurückblicken kann: Seit 1960 sammelten die Rotkreuzler an 113 Terminen weit über 26.200 Blutkonserven. Der 50. Termin war gleichzeitig der Rekord an gesammelten Spenden: Am 28. November 1986 schaffte man sage und schreibe 407 Konserven!

Solche Zahlen sind heute nicht mehr möglich. Zwischen 120 und 150 Konserven ist derzeit der übliche Schnitt. Am Freitag, 4. Mai, fand der 113. Gerlinger Blutspendetermin in der Stadthalle statt. "Es lässt sich gut an", meinte Thilo Lang, der 1. Vorsitzende des DRK Gerlingen. "Traditionell haben wir viele Erstspender", wies Lang auf eine Besonderheit am Standort Gerlingen hin. Dies bestätigte sich später, denn 136 Blutkonserven konnte der Blutspendedienst mit nach Baden- Baden nehmen, darunter von 14 Erstspendern. Die Spender haben eine weitere neue Station zu durchlaufen; die sie nach der Anmeldung angehen müssen. Bevor sie Blut spenden und ihre Voruntersuchung bei einem Arzt absolviert haben. Dort wird neben dem Blutdruck und der Temperatur auch der Hämoglobin-Wert ermittelt. Der muss nämlich stimmen, damit man Blut spenden kann. "Die Abläufe müssen immer wieder angepasst und modernisiert werden", sagte Bereitschaftsleiter Alexander Killer zu dem neuen System.

Im Entnahmeraum wird jedem Spender ein halber Liter Blut entnommen. Danach geht es in den Ruheraum. Dort können die Spender wahlweise am Tisch sitzen oder sich auf der Liege ausruhen. Erstspendern wird empfohlen, sich auf der Liege auszuruhen. Damit man wieder zu Kräften kommt, gibt es ein reichhaltiges Vesperbuffet. Neben leckeren Kuchen und Brezeln wird hier allerlei an Wurst und Käse angeboten Paprika, Tomaten und Gurkenscheiben runden das Angebot ab.

Fleißig im Einsatz waren auch die Jugendrotkreuzler. Im Eingangsbereich der Stadthalle kümmerten sie sich um die Kinder, während die Eltern bei der Blutspende waren. Da gab es allerlei lustige Spiele und Malaktionen.

Text/Fotos: Winkler






18.05.2018 | Werbeaktion in Gerlingen


Seit Ende dieser Woche sind in Gerlingen Mitarbeiter im Auftrag des DRK Kreisverband Ludwigsburg als Werber unterwegs. Die Kollegen gehen noch voraussichtlich bis Ende der nächsten Woche durch den Ort und versuchen neue Fördermitglieder für unsere wichtige Arbeit im DRK zu gewinnen. Sollte es Probleme oder Rückfragen von Ihrer Seite aus geben, dürfen Sie sich natürlich gerne persönlich, per Mail oder telefonisch an uns wenden.





21.04.2018 | Erste Hilfe Grundausbildung


Erste Hilfe Grundkurs Samstag, 21.04.2018 ab 09:00 Uhr in unserem Dienstraum in der Ditzinger Straße 1. (1. Stock)

Zielgruppe: Menschen, die in der Freizeit in Notfallsituationen sicher Erste Hilfe leisten wollen. Ferner ist die Ausbildung Voraussetzung für die Führerscheinbewerber der Klasse: A, A1, B, BE, L und T, D1E, D1, DE, C1E, C1 und C.

Die Erste-Hilfe-Ausbildung wendet sich grundsätzlich an alle Interessierten, da keinerlei Voraussetzungen erforderlich sind. Im Besonderen ist der Kurs gut für Führerscheinbewerber aller Klassen geeignet. Das DRK hat für die Rotkreuzkurse komplett neue didaktische Unterrichtskonzepte entwickelt, damit den Ersthelfern Handlungskompetenz und Sicherheit vermittelt wird
  • Absichern von Unfallstellen
  • Auffinden einer Person
  • Kontrolle der lebenswichtigen Funktionen
  • Umgang mit Störungen der lebenswichtigen Funktionen
  • Herz-Lungen-Wiederbelebung
Teilnahmegebühr 37,50€

Anmeldung unter ausbildung@drk-gerlingen.de

24.12.2017


Wir wünschen ihnen allen frohe Weihnachten und einen guten Start ins Jahr 2018

Ihr DRK- Ortsverein Gerlingen



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26.01.2018 | Helfer vor Ort bekommen eigenes Einsatzfahrzeug

Fünf Einsatzkräfte des DRK Gerlingen unterstützen den Rettungsdienst


Im Juli vergangenen Jahres haben die Helfer vor Ort des DRK Gerlingen ihren Dienst aufgenommen. "In den ersten Wochen und Monaten waren sie mit ihren Privatfahrzeugen unterwegs", erklärt der Vorsitzende des DRK Gerlingen, Thilo Lang. Seit Dezember steht für die fünf Helfer - Mona Maier, Jürgen Groß, Alexander Killer sowie Sabine und Stefan Schilke - ein Dienstfahrzeug zur Verfügung - ein BMW. "Das Fahrzeug steht immer bei demjenigen vor der Tür, der gerade Dienst hat", so Lang weiter. Die Einteilung der Dienste würden die Helfer selbst wochenweise vornehmen.

Die Helfer vor Ort haben alle eine Zusatzausbildung gemacht, um für die Aufgaben, die bei den Einsätzen auf sie zukommen können, vorbereitet zu sein. "Wir haben die verschiedensten Dinge mit realistischen Unfalldarstellungen geübt", erklärt Stefan Schilke. Zu den Trainingseinheiten, die mehrere Abende umfassten, habe natürlich auch eine theoretische Ausbildung gehört. Die bisherigen Einsätze seit Juli vergangenen Jahres zeigen, dass die Helfer vor Ort bei ihren Einsätzen mit den verschiedensten Situationen konfrontiert werden. Vom Sportunfall über den chirurgischen Notfall, von einen Sturz über den kardiologischen Notfall, akute Atemnot bis zum Krampfanfall, Kreislaufstillstand, Herzinfarkt oder Schlaganfall reichte die Bandbreite. Sogar ein Suizidversuch ist in der Statistik der Einsatzgründe vermerkt.

Die meisten Einsätze hatten die Helfer vor Ort bisher im Oktober vergangenen Jahres. Haupteinsatztage sind laut Statistik Montag und Freitag. Sehr viele Einsätze sind dabei in der Zeit von 17 bis 22 Uhr und von 12 bis 17 Uhr. Alarmiert wurden die Helfer in den 157 Tagen von Juli bis Dezember zu insgesamt 70 Einsätzen. "Zuständig für die Alarmierung der Helfer vor Ort ist die Rettungsleitstelle Ludwigsburg", erklärt Lang. "Sie ist unter der europaweit gültigen Notrufnummer 112 zu erreichen." Erreicht die Rettungsleitstelle ein Notruf aus Gerlingen, liegt es im Ermessen des Disponenten zusätzlich zum Notarzt und Rettungswagen auch die Helfer vor Ort einzusetzen. Die Alarmierung erfolgt per Kurzmitteilung mit allen wichtigen Informationen auf den Alarmmelder des im Dienst befindlichen Helfers. An der Einsatzstelle leistet der Helfer vor Ort die erste notwendige Hilfe, leitet weiterführende Maßnahmen ein, gibt bei Bedarf eine Rückmeldung an die Leitstellt und arbeitet beim Eintreffen von Rettungswagen und Notarzt mit diesen zusammen.

"Die Helfer vor Ort werden nicht alarmiert, wenn das Notfallkriterium nicht den vordefinierten Kriterien entspricht oder wenn der Rettungsdienst schneller am Einsatzort sein kann", erläutert Lang. "Das Helfer vor Ort System unterstützt den Rettungsdienst ehrenamtlich und ist auch weiterhin nicht bei jedem Einsatz verfügbar", hält der Vorsitzende des Ortsvereins deutlich fest. Die Einhaltung der gesetzlichen Hilfsfristen bleibe in der Verantwortung des jeweiligen Rettungsdienstes. Die für Gerlingen zuständigen Rettungswachen liegen übrigens in Ditzingen, Leonberg, Ludwigsburg und Stuttgart-Zuffenhausen.

Dieser ehrenamtliche Einsatz der Helfer vor Ort sei nicht selbstverständlich, hielt Bürgermeister Georg Brenner bei der Fahrzeugübergabe beim Autohaus Müller fest. "Die Helfer vor Ort bieten der Gerlinger Bevölkerung zusätzlichen Schutz", so das Stadtoberhaupt. Die Helfer wüssten bei einer Alarmierung nie, was auf sie zukommt, betonte Brenner. Sie könnten jederzeit mit für den Patienten lebensbedrohlichen Situationen konfrontiert werden. Dass die fünf Helfer des Gerlinger DRK die Zusatzausbildung zum Helfer vor Ort gemacht haben, sei besonders lobens- und dankenswert. Mit dem neuen Einsatzfahrzeug seien die Helfer nun noch schneller vor Ort.

Dank dem neuen Einsatzfahrzeug, das auch mit Sonderzeichen ausgestattet ist, sei über den Behördenpool mit einem entsprechenden Rabatt eingekauft worden, erklärt Lang. Das Fahrzeug habe letztlich 35.000 Euro gekostet. Für die nötige Ausrüstung kamen weitere 5.000 Euro hinzu. "Von der Stadt Gerlingen haben wir zum Kauf des Fahrzeugs einen Zuschuss von 10 Prozent bekommen", so der DRK-Vorsitzende weiter.

Große Unterstützung erhält das DRK Gerlingen auch vom Autohaus Müller. "Wir übernehmen die Serviceleistungen für das Fahrzeug kostenlos, damit der Ortsverein dadurch finanziell nicht belastet wird", erklärt Markus Müller. Wie schon zuvor Bürgermeister Brenner wünschte Müller den Helfern alles Gute und möglichst wenige Einsätze mit dem neuen Fahrzeug.

Text/Foto: Tommasi